06.01.2026
Hansgrohe Group
Firmengründer Klaus Grohe mit 88 Jahren verstorben

Foto/Grafik: Dirk Bruniecki für Syngroh Beteiligungsgesellschaft mbH
Klaus Grohe (1937–2026): Visionärer Unternehmer und prägende Persönlichkeit der Hansgrohe Erfolgsgeschichte
Schiltach – Am 3. Januar ist der langjährige Firmenchef und prägende Gestalter der Hansgrohe-Unternehmensgruppe, Klaus Grohe, im Alter von 88 Jahren verstorben. Mit ihm verliert das Unternehmen eine Unternehmerpersönlichkeit, die über Jahrzehnte hinweg Maßstäbe in der internationalen Sanitärbranche gesetzt hat.
Klaus Grohe wurde am 3. April 1937 in Aachen als jüngster und dritter Sohn des Firmengründers Hans Grohe geboren. Nach seinem Studium der Betriebs- und Volkswirtschaftslehre in Bern sowie zahlreichen beruflichen Stationen im In- und Ausland trat er 1968 als Prokurist und Vertriebsleiter in den väterlichen Betrieb ein. Ab 1975 übernahm er die unternehmerische Verantwortung und prägte fast fünf Jahrzehnte lang die Entwicklung des Schiltacher Unternehmens – als geschäftsführender Gesellschafter, ab 1999 als Vorstandsvorsitzender und von 2008 bis 2015 als Vorsitzender des Aufsichtsrats der Hansgrohe SE.
Mit visionären Ideen, unermüdlichem Tatendrang und einer konsequenten Kundenorientierung entwickelte Klaus Grohe das Familienunternehmen zu einem globalen Player der Sanitärbranche. Nachhaltigkeit spielte dabei schon früh eine zentrale Rolle: Bereits in den 1980er Jahren setzte Hansgrohe auf umweltbewusstes Handeln, entwickelte wassersparende Brausen und realisierte am Standort Offenburg innovative Solaranlagen, die 1994 mit dem Umweltpreis des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet wurden.
„Mit Klaus Grohe verlieren wir unseren Wegbereiter, der bis zuletzt als Ehrenvorsitzender unseres Aufsichtsrats die Entwicklung von Hansgrohe mit großem Interesse und Engagement verfolgte“, sagt Hans Jürgen Kalmbach, Vorsitzender des Vorstands der Hansgrohe SE. Er habe das Fundament für den weltweiten Erfolg gelegt und die DNA des Unternehmens maßgeblich geprägt. Vorstand, Aufsichtsrat, Mitarbeitende sowie Anteilseigner Masco trauerten gemeinsam mit der Familie um ihn.
Auch sein Sohn Richard Grohe, Mitglied des Aufsichtsrats der Hansgrohe SE, würdigte das Lebenswerk seines Vaters: Klaus Grohe habe das Unternehmen von Grund auf neu erfunden, Wohlstand in die Region und darüber hinaus getragen und Werte wie Anstand, Zusammenhalt und Verantwortung über Generationen hinweg vermittelt. Dieses Vermächtnis werde weitergetragen.
Neben seinem unternehmerischen Wirken engagierte sich Klaus Grohe zeitlebens gesellschaftlich. 2001 wurde er Ehrenbürger seiner Heimatstadt Schiltach, 2009 gründete er die Stiftung Klaus Grohe. 2012 wurde er für sein Lebenswerk als Unternehmer und Impulsgeber der Sanitärbranche ausgezeichnet. Anlässlich der Sanitärfachmesse SHK Essen erhielt er den „Best of Management Award“, der Fachzeitschrift „si Informationen“. 2022 erhielt er für sein Lebenswerk den Deutschen Gründerpreis von stern, Sparkassen, ZDF und Porsche, einen der renommiertesten Wirtschaftspreise in Deutschland.
Mit dem Tod von Klaus Grohe verliert Hansgrohe nicht nur einen erfolgreichen Unternehmer, sondern auch einen „Chef zum Anfassen“, der bewusst auf Privilegien verzichtete und sich stets dem Wohl des Unternehmens, seiner Mitarbeitenden und der Allgemeinheit verpflichtet fühlte. Sein Geist und seine Werte werden das Unternehmen auch in Zukunft prägen.