29.10.2026
Deutscher Nachhaltigkeitspreis Architektur

Josef-Schwarz-Schule in Heilbronn ausgezeichnet

Der Deutsche Nachhaltigskeitspreis in der Kategorie Architektur geht an die Josef-Schwarz-Schule in Heilbronn. Das Projekt setze neue Maßstäbe im Bildungsbau, urteilte die Jury.

Die Gewinner der 14. Ausgabe des von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) und der Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis ausgelobten Preises wurden im Rahmen des Forums Nachhaltige Architektur im Mannheimer Luisenpark bekannt gegeben.

Die ausgezeichnete Josef-Schwarz-Schule befindet sich im Heilbronner Neckarbogen, einem ambitionierten Modellquartier für nachhaltige und zukunftsorientierte Stadtentwicklung. Durch das Stapeln der Funktionen ist es Behnisch Architekten gelungen, die begrenzte Fläche des innerstädtischen Standortes effizient zu nutzen und großzügige Lern- und Aufenthaltsbereiche zu gestalten. Der rund 60.000 Quadratmeter große Campus ist oberhalb des öffentlichen Straßenraums auf einem Landschaftsplateau angeordnet. Drei terrassierte Baukörper bieten individuelle Lernorte für Grundschule, Mittel- und Oberstufe. Begrünte Freiflächen verbinden die Gebäude als Schulhofebene im ersten Obergeschoss. Darunter liegen die gemeinsam genutzten Bereiche wie Auditorium, Cafeteria, Sporthalle und Foyer. Das im Foyer angeordnete Haus der Familie fungiert als bindendes Glied zwischen Schule und Nachbarschaft.

Neben der Josef-Schwarz-Schule haben es zwei weitere Projekte unter die Finalisten geschafft. Kersten Kopp Architekten haben den 340 Quadratmeter großen Kinder- und Jugendtreff Moabiter Kinderhof Berlin als vielseitigen Ort der Begegnung gestaltet. In Leipzig wurde das bestehende soziokulturelle Zentrum naTo e.V. in einen Ort des Miteinanders transformiert, ohne den Charakter der Institution zu überformen.

„Mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis Architektur würdigen wir seit 2013 Projekte, die Nachhaltigkeit ganzheitlich und überzeugend in Architektur übersetzen“, sagt Prof. Amandus Samsøe Sattler, DGNB Präsident und Vorsitzender der Jury. „Wie vielfältig die Möglichkeiten dabei sind, beweisen die diesjährigen Finalisten wieder eindrucksvoll. Ein verbindendes Element zieht sich wie ein roter Faden durch die unterschiedlichen Projekte: Entstanden sind identitätsstiftende Orte für den Menschen.“
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