Vertreter aus 14 Ländern kamen zur EFIC-Jahrestagung in Herford zusammen.
Foto/Grafik: VDM
EFIC-Mitglieder besichtigten das Weiterbildungszentrum Lehrfabrik in Löhne.
Der Europäische Möbelindustrieverband EFIC feiert sein 20-jähriges Bestehen: Aus diesem Anlass fand die Jahrestagung am 15. und 16. Juni in Herford statt. Ausrichter der „EFIC Furniture Days 2026“ war der Verband der Deutschen Möbelindustrie VDM.
EFIC-Präsident Edi Snaidero und Katharina Hartmann, Vorstandsmitglied des VDM, eröffneten die Jubiläumsveranstaltung und betonten die Bedeutung, in einem sich rasch wandelnden wirtschaftlichen und politischen Umfeld eine starke und geeinte Stimme für die europäische Möbelindustrie zu bewahren. Auf nationaler wie europäischer Ebene müssten die Interessen der Branche gegenüber politischen Entscheidungsträgern und bei der Förderung eines stabilen, berechenbaren und wettbewerbsfähigen regulatorischen Umfelds für die vielen kleinen und mittelgroßen Unternehmen durchgesetzt werden.
Weitere Themen waren die laufenden Vorbereitungsarbeiten zu künftigen Anforderungen für Möbel im Rahmen der Ökodesign-Verordnung für nachhaltige Produkte (ESPR), die Einbindung von KI, die sich wandelnden Wertschöpfungsketten und Kundenerwartungen. Die Teilnehmer besuchten zudem das Ausbildungszentrum Lehrfabrik in Löhne sowie Nobilia, den größten europäischen Küchenmöbelhersteller.
In einer Videoansprache hob Bernd Lange, Vorsitzender des Ausschusses für internationalen Handel des Europäischen Parlaments, die Bedeutung der Möbelindustrie als Industriezweig in Deutschland und der EU hervor sowie die Notwendigkeit, zukunftsorientierte Industriearbeitsplätze in Europa, darunter im Möbelsektor, zu fördern. Er betonte, dass die Stärkung des Außenhandels entscheidend für die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit der Branche sei und verwies auf willkürliche Zollpolitiken in den USA, die zu einem Rückgang der Exporte sowie zu wachsenden Importen aus Drittländern, insbesondere aus Asien, führten. Das Europäische Parlament setzt sich dafür ein, dass die Produktionsbedingungen in Europa erhalten bleiben, die Exportbedingungen stabil bleiben und kein unlauterer Wettbewerb entsteht.