Die Praterinsel: zentraler Ausstellungsort der Munich Design Days.
Foto/Grafik: Jan Schmiedel
Starker Andrang: der Showroom von JAB Anstoetz beim Stofffrühling.
Foto/Grafik: Jan Schmiedel
Erweiterung: die Präsentationen der Munich Design Days City.
Foto/Grafik: Jan Schmiedel
Der Design-Nachwuchs: das junge Kollektiv Stammtisch.
Design meets Textil! Für die zwei Formate Münchner Stofffrühling und Munich Design Days ziehen die Veranstalter eine positive Bilanz. Im Zusammenspiel hätten beide Messen (12. bis 15. März) einen deutlichen Zuwachs an Ausstellern und Fachbesuchern verzeichnet.
Die rund 7000 Besucher bedeuten einen deutlichen Zuwachs gegenüber dem Vorjahr. Er bestätigt die Positionierung als Premium-Format mit steigender Relevanz im hochwertigen Interior-Design-Segment. Die Kombination aus innovativen Design-Start-ups und etablierten Interior-Klassikern sehen die Organisatoren als erfolgreiches, zukunftsfähiges Konzept, das unterschiedliche Disziplinen – Textil, Möbel und Licht – miteinander verbindet.
Zentrale Erfolgsfaktoren sind zum einen der Standort München. Neben Infrastruktur, Internationalität und kurzen Wegen bietet die Design- und Einrichtungsmetropole München im Frühling ein besonderes Flair. Zudem überzeugt das bewusst fokussierte Veranstaltungsformat. „Wir haben den Wunsch nach einem kleineren, kuratierten Format deutlich wahrgenommen“, erklärt Malte Perlitz (Munich Design Days GmbH): „Die Qualität und Vielfalt der teilnehmenden Marken bestätigen diesen Ansatz.“ Auch Klaus Winkler (Münchner Stoff Frühling) betont den besonderen Charakter: „Beide Formate wachsen, aber die persönliche, fast familiäre Atmosphäre schafft weiterhin Raum für echte Begegnungen und intensiven Austausch.“
Eine Insel mitten in der Stadt – die Praterinsel war der zentrale Veranstaltungsort der 2. Munich Design Days und wurde in diesem Jahr um die Praterinsel Ateliers erweitert. Auch die ergänzenden Munich Design Days City wurden weiterentwickelt, um weitere Showrooms und Standorte in der Münchner Innenstadt mit einzubinden. Auf ca. 2.500 Quadratmetern präsentierten sich 40 nationale und internationale Interior Design Brands auf der Praterinsel und rund 20 Marken in den Showrooms der Münchner City. Ein Rahmenprogramm mit Events und Designtalks ergänzte die Messe.
Mehr als 50 internationale Aussteller – darunter Textilediteure sowie Farben-, Tapeten- und Teppichmanufakturen und weitere textilnahe Premium-Brands – zeigten beim 28. Münchner Stofffrühling ihre aktuellen Kollektionen und Trends für die textile Raumgestaltung. Die Präsentationen fanden an zahlreichen Standorten in der Münchner Innenstadt sowie in temporären Locations wie dem Prisco Haus statt.
Textile Experimente im Produktdesign: Bei den Munich Design Days 2026 zeigte sich, wie lebendig und relevant die nächste Generation Münchner Designtalente denkt und arbeitet: Das Kollektiv Stammtisch, eine Gruppe von acht Produktdesignerinnen und -designern, nutzte die Praterinsel als Bühne für eine gemeinsame Ausstellung, die Textilien als gestaltprägendes Element im Produktdesign neu interpretiert.