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Freitag, 12. November 2021, 11:53 Uhr
Zukunftsinstitut

„Home Report 2022“ erschienen - mehr Playfulness!

Von "Conscious Kitchen" bis "Furnearture" - der „Home Report 2022“ ist jetzt beim Zukunftsinstitut erschienen. Bereits zum vierten Mal präsentiert Wohnexpertin Oona Horx-Strathern darin die wichtigsten Wohntrends und die aktuellsten Entwicklungen der Branche. Sie zeigt auf, wie die Auswirkungen der Corona-Pandemie unser Zuhause langfristig verändern, dass auch in der Baubranche Nachhaltigkeit immer wichtiger wird und wieso wir mehr Playfulness in unseren Städten und unserem Alltag brauchen.

Oona Horx-Strathern formuliert in drei Wohntrends die Anforderungen an eine zeitgemäße Einrichtung, die neuen Denkmustern und Bedürfnissen gerecht werden muss:


CONSCIOUS KITCHEN - eine „Werkstatt“ für mehr Lebensqualität
Bei diesem Wohntrend handelt sich es vor allem um eine Wiederentdeckung der Funktion unserer Kochbereiche. Die steigenden Investitionen in der Küchenbranche dieses Jahr verdeutlichen: Die Küche erhält mehr Bewusstsein und mehr Wertschätzung. Sie ist funktional, schafft Platz für soziale Interaktionen und Emotionen, damit Menschen darin ihre eigene Identität ausdrücken können und passt sich an die verschiedensten Bedürfnisse an. Weg von offenen Wohn-Essbereichen: Bewegliche Trennwände und Speisekammern werden unter Home-Office-Bedingungen immer populärer. Denn: „Wenn wir von zu Hause arbeiten, benötigen wir mehr Platz, um zum Beispiel Lebensmittel sicher zu lagern und um unser Privatleben von der Arbeit zu trennen. Eine flexible Raumplanung der Küche wird somit erforderlich“, erklärt Oona Horx-Strathern. Besonders durch die Verwendung von Holz und nachhaltigen Materialien strahlt die Küche zudem Wärme und Geborgenheit aus und lässt uns unsere Gesundheit und Ernährung bewusster wahrnehmen. Groß ist auchder Wunsch nach Oberflächen in der Küche, die nicht nur schön sind, sondern antibakteriell und selbstreinigend. Nur elegant und langlebig darf eine Küche nicht mehr sein, denn das Design muss heutzutage vor allem Lebensmittelsicherheit garantieren und strenge Hygienestandards erfüllen.

FurNEARture - Zero Kilometer Materials
Der Gegentrend zur Globalisierung zeigt sich auch in der Möbelindustrie: Ultralokal und regional sind die neuen Stichworte - das Slow Furniture Movement ist Treiber für diesen Wohntrend, der zunehmend Wert auf „so lokal wie möglich hergestellte“ Einrichtungsstücke legt. Analog zu den Slow-Food und Slow-Fashion-Bewegungen, befasst sich "FurNEARture" mit der bewussten Herstellung und der Verwendung von langlebigen Möbeln. „Lokale Materialien, lokale Herstellung“ lautet das Prinzip, nach dem bereits viele Unternehmen arbeiten und ihren CO2-Fußabdruck maßgeblich verringern – sowohl im Wohn- als
auch im Officebereich. Was bei Lebensmitteln seinen Anfang nahm und sich in der Modeindustrie zeigt, zeichnet sich nun auch in der Möbelbranche ab: „Es geht nicht nur darum, dass die Möbel nachhaltig und wirkungsvoll designt sind, sondern dass sie aus der Nähe – daher das Wort NEAR – kommen und die verwendeten Rohstoffe ausschließlich regional bezogen werden“, führt Horx-Strathern weiter. Für solche handgemachten Möbelstücke aus regional gefertigten Werkstoffen sind Kunden in der Regel bereit, einen höheren Preis zu bezahlen und länger auf das Endprodukt zu warten.

MODULARE MÖBEL - bunt, lustig, vielseitig und ökologisch
„Unsere Lebens- und Arbeitsweise wird immer flexibler und dadurch werden es auch unsere Möbel – je nach Situation und je nachdem, was wir gerade brauchen und wollen.“Modulare Möbel bieten das Maximum an Flexibilität und erleben aktuell ein absolutes Revival wie zum Beispiel das ikonische Sofa von Designer Mario Bellini „Camaleonda“, bekannt durch seine unbegrenzte Modularität. Möbelstücke wie dieses können erweitert, verkleinert oder situativ in die verschiedensten Umgebungen immer neu integriert werden. Dabei helfen sie uns, unseren Alltag besser zu strukturieren und neue Perspektiven zu gewinnen. „Bei der Modularität ist auch Nachhaltigkeit ein wichtiger Aspekt“, ergänzt Horx-Strathern. Nach dem Motto „Weniger ist Mehr“: Bei modularen Möbeln sind einzelne Module leichter austauschbar und reparierbar, sodass man weniger Möbelstücke zu Hause benötigt und den eigenen Haushalt etwas umweltfreundlicher und nachhaltiger gestalten kann. Dabei muss unser Mobiliar nicht rein funktional sein – es soll auch Spaß machen und spielerisch einsetzbar sein. „Playfulness ist ein Schlüsselelement des Prinzips modularer Möbel“: Verspieltheit ernst zu nehmen – auch im nachhaltigen Design – ist das Credo von Oona Horx-Strathern. Fröhliche farbige Akzente, ungewöhnliche Formen zusammen mit modularen Möbeln revolutionieren die Raumgestaltung und erzeugen Fröhlichkeit und Vitalität in jedem Raum. Nicht nur: „Überall schaffen modulare Möbel abgetrennte Arbeitsbereiche, um Menschen dabei zu helfen, Arbeit von Privatleben besser zu trennen“, erklärt Horx-Strathern weiter. So schlägt sich der Trend auch in der Office-Welt nieder, in der die Raumgestaltung in Zukunft noch flexibler werden muss, um größere Büroflächen effizient und intelligent zu gestalten.

Der "Home Report 2022" ist ab sofort beim Zukunftsinstitut erhältlich.

Illustrationen: ©Julian Horx


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