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Dienstag, 28. September 2021, 15:09 Uhr
Meisterwerke: Dirk Steinmeier im Interview

Architekten mit innovativer Wood-Powder-Technologie begeistern

Familienunternehmen mit langer Tradition: Gegründet 1930 entwickelt und produziert Meisterwerke heute mit über 700 Mitarbeiter:innen am Standort Rüthe-Meiste Bodenbeläge, Paneele und Zubehör für den ­Vertrieb über den Holz- und Baustofffachhandel in Deutschland und der ganzen Welt. Mit der Übernahme der Parkettmanufaktur Hain (2018) wurde das Produktport­folio um hochwertige Parkettböden ergänzt. Seit 2019 ist der Hersteller mit „Moderna“ zudem im Bereich Hartbodenbeläge und Paneele im Baumarkt präsent. Anfang 2020 folgte der Einstieg ins Objektgeschäft. Verantwortlich für den Aufbau des neuen ­Bereichs ist Dirk Steinmeier. Wir sprachen mit ihm über die Ausrichtung, Pläne und aktuelle Situation im Contract Business. Das komplette Interview lesen Sie in der neuen arcade, die in den nächsten Tagen erscheint.

Herr Steinmeier, Meisterwerke ist im vergangenen Jahr ins Objektgeschäft eingestiegen. Wo liegen die Schwerpunkte und wie entwickelt sich der Bereich?
Um unsere Potenziale noch besser auszunutzen, ist das Thema Objektgeschäft schon länger im Gespräch. Allerdings sind wir gerade mit der Marke „Meister“ extrem fachhandelstreu und wollen hier keine Kannibalisierung. Deshalb haben wir es nun so geregelt, dass Objekt-Aufträge vorrangig über unsere Großhandelskunden und ihre Partner abgewickelt werden – sie also auch vom Objektgeschäft profitieren. Daneben können wir Aufträge in größeren ­Dimensionen aber auch direkt abwickeln. Unser Fokus liegt auf den Bereichen Wohnungsbau, Hotels, Gastronomie, Büros und Shops. Gerade in der Hotellerie und beim Office konnten wir in den letzten anderthalb Jahren pandemiebedingt natürlich keine großen Sprünge machen. Das meiste konzentrierte sich auf den Wohnbau. Hier sind wir sehr gut aufgestellt und dieser Markt läuft – trotz der Rohstoff-Problematik – nach wie vor. Aber auch im Hotel- und Bürobereich haben wir einige Projekte am Wickel.

Womit punktet Meisterwerke denn besonders?
Wir sehen uns als produzierende Sortimenter – das heißt, wir haben ein sehr großes Portfolio und produzieren bis auf wenige Zubehörprodukte alles auch selbst. Damit haben wir zum einen Standard-Produkte im Angebot, die andere so ähnlich bieten, die bei uns aber ein bisschen besser sind – dabei im gleichen Preisbereich mitspielen. Dazu gehört z. B. Parkett. Unser Long­life-Parkett ist besonders strapazierfähig, weil wir einen anderen Kern verwenden. Es lässt sich besser bei Fußbodenheizung einsetzen, ist schlagfester und man kann es wunderbar kleben sowie zweimal abschleifen. Es hat zudem eine etwas geringere Deckschicht von 2,5 mm anstatt 3,5 mm. Bedeutet, wir sind hier auch ressourcenschonender. Ein Aspekt, der für Architekten immer wichtiger wird. In dieser Range sind wir also absolut marktgerecht und können gut mitspielen, um Projekte ökonomisch umzusetzen. Genauso bei Laminat – wobei dies im Objektbereich nur eine eingeschränkte Rolle spielt.
In anderen Bereichen gehören wir nicht zu den „Preisbrechern“, haben aber auch sehr gute Möglichkeiten, wie unseren „Vinyl­boden ohne Vinyl“. Der Designboden „Meister­Design“ ist eine wohngesunde Alternative, die komplett ohne PVC und schädliche Weichmacher auskommt und daher den Blauen Engel trägt.
Im Großen und Ganzen punkten wir mit ­höherpreisigen Produkten. Wir haben neben Parkett noch einen weiteren Holzboden, der aktuell richtig durchstartet: „Lindura“ (Bild oben) ist ein Hightech-Holzboden, in dem eine innovative „Wood-Powder“-Technologie steckt. Das „Wood Powder“ – eine Mischung aus feinen Holzfasern, mineralischen Bestandteilen und weiteren natürlichen Zusatzstoffen – wird mit einer Echtholz-Deckschicht, HDF-Mittellage und einem Gegenzug unter Druck und Hitze fest miteinander verschmolzen. So entsteht aus 100% natür­lichen Materialien ein sehr authentischer, ressourcenschonender und dennoch besonders strapazierfähiger Echtholzboden, der viele Belastungen verzeiht. Zertifiziert u. a. mit dem sehr strengen EU Eco Label. Darüber hinaus haben die Landhausdielen XXL-Maße, die im Bereich der ­Echtholzböden Seltenheitswert haben: 2200 x 270 mm und 2600 x 320 mm.

Hört sich nach einer echten Innovation an. Wo kommt „Lindura“ überall zum Einsatz?
Noch wird „Lindura“ eher in kleineren Projekten eingesetzt. Das liegt aber nur daran, dass es noch nicht sehr bekannt ist. Das wird sich aber ganz sicher bald ändern. Und ein paar sehr schöne Referenzen gibt es auch schon, z. B. ein Strandcafé in den Niederlanden oder ein Museum – im Burgmuseum Horn etwa wurde auf rund 150 qm „Lindura“ in Eiche rustikal verlegt.
Um das Produkt unter Architekten ­bekannter zu machen, werden wir es auch auf der kommenden Architect@Work Ende Oktober in Düsseldorf vorstellen.

Das Interview führte Brit Dieckvoss

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