Mittwoch, 22. April 2020, 10:30 Uhr
Wilkhahn

Eigene Schutz-Visiere aus dem 3D-Drucker

Auch in der aktuellen Situation setzt der Büromöbelhersteller Wilkhahn aus dem niedersächsischen Bad Münder alles daran, die Kundenaufträge weiterhin termingerecht zu fertigen und auszuliefern. Um die Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu schützen und den Betrieb aufrecht zu erhalten, werden die benötigten Schutzausrüstungen kurzerhand selbst produziert. So werden in der Näherei des Premiumanbieters neben den Polsterbezügen für die Sitzmöbel pro Tag rund 200 Wilkhahn-Masken für die Belegschaft genäht. Und die Produktentwickler produzieren nicht mehr nur Prototypen und Designstudien, sondern auch Wilkhahn-Visiere im 3D-Druck.

Während das Nähen der Masken zum Standardrepertoire der Fertigung gehören könnte, war der 3D-Druck bislang vor allem in der Produktentwicklung bei Wilkhahn zuhause. Das Unternehmen beschäftigt sich seit Jahren intensiv mit der 3D-Drucktechnologie, um neue Möglichkeiten auszuloten. Bereits in 2016 wurde die erste, noch limitierte Sonderedition des PrintStool "One" (Design: Thorsten Franck) vermarktet. Und eigentlich sollten Anfang Juni 2020 im Garten des Bundespräsidenten in Schloss Bellevue die nächsten Entwicklungsstufen 3D-gedruckter Hocker und Accessoires anlässlich der „Woche der Umwelt“ gezeigt werden. Doch wie so viele andere Veranstaltungen wurde auch diese Corona-bedingt verschoben

Michael Englisch, Chef Design + Entwicklung, sowie Carsten Gehner, Leiter Vorentwicklung, haben fast über Nacht die Grundlagen geschaffen, um auf die Schnelle Visiere zu entwickeln, die sich auf den hauseigenen Druckern produzieren lassen, um nun auch diesen Teil einer sinnvollen Schutzausrüstung selbst zu produzieren. Wie die Wilkhahn-Masken sind auch die -Visiere nicht für den klinischen Einsatz gemacht, sondern dienen dem Gesundheitsschutz der Belegschaft. Der Bügel ist dabei so gestaltet, dass ausreichend Abstand für die „Nasenfreiheit“ und hoher Tragekomfort gewährleistet sind. Als Druckmaterial wird ein Biopolymer auf Lignin-Basis eingesetzt, das im organischen Kreislauf geführt werden kann.

Dabei geht es auch um die Symbolkraft sinnlich wahrnehmbarer Veränderungen. „Wir halten Abstand und tragen in unseren Meetings unsere Wilkhahn-Masken, um die erforderlichen Verhaltensänderungen sichtbar zu machen“, so Dr. Jochen Hahne, geschäftsführender Gesellschafter. So hätten auch die Visiere in erster Linie den Effekt, im Alltag das erforderliche, neue Verhalten zu etablieren. Daneben würden sie natürlich auch als konkreter Tröpfchenschutz dienen und verhindern, dass man sich unbewusst mit den Händen im Gesicht berührt. Und Jochen Hahne freut sich besonders darüber, dass die Initiative für die Wilkhahn-Visiere von den Entwicklern selbst kam, um Kolleginnen und Kollegen noch besser zu schützen.




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